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4. Warum benötigen Menschen in Vietnam unsere Hilfe?
Übrig geblieben, nach all den Kriegswirren und dem Verfall alter kaiser- licher Traditionen, ist ein armes aber liebenswertes Volk mit einer Be- völkerungszahl von nunmehr 76 Mio. Menschen.
Die heutige junge Generation hat längst die Vergangenheit hinter sich gelassen und den Blick nach vorn gerichtet. Gerade in jüngster Zeit hat Vietnam häufig von sich reden gemacht. Es wurde vom neuen "kleinen Tiger" gesprochen.

Doch die Realität zeigt, daß Vietnam nichts mit kleinen Tigern gemein hat. Die wirtschaftliche Not großer Bevölkerungsteile, die unzureichende medizinische Versorgung und fehlende soziale Sicherungssysteme verdeutlichen das Leid, insbesondere der durch Krankheit und Behinderung benachteiligten Menschen nur allzu sehr.

Vietnam zählt nach wie vor zu den ärmsten Ländern dieser Erde. Das BIP lag 2006 bei 714 US Dollar. Es herrscht ein enormes Gefälle zwischen den Nord- und Südeinkommen des Landes. Bei den bisherigen Reformversuchen wurden die ländlichen Gebiete fast immer vernachlässigt. Vietnam ist ein Agrarland. Sieben von zehn Vietnamesen arbeiten in der Landwirtschaft. Frauen tragen in der Landwirtschaft zu zwei Dritteln zum Sozialprodukt bei. Bauern gehören zur ärmsten Bevölkerungsgruppe.

Noch ärmer sind Enklaven, in welchen die Menschen unter den besonders ungünstigen geographischen oder klimatischen Bedingungen leiden. Seit Jahrzehnten ist hier die Zeit stehen geblieben. Die Wasser- und Elektrizitätsversorgung sowie die medizinische Versorgung sind völlig unzureichend, die Transportwege sind schlecht, gefährlich und unsicher, das Bildung- und Ausbildungssystem weniger als gut entwickelt.

Dies betrifft vor allem Bergdörfer im Norden zur laotischen und chinesischen Grenze hin, grenznahe Dörfer entlang der kambodschanischen Grenze, unzählige kleine Dorfinseln des Mekongs und kleine Ortschaften entlang der Südküste Vietnams, wo die Bauern mit den salzhaltigen Böden der Mangrovensümpfe zu kämpfen haben.
 
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